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 Aphasie - neurologisch bedingte Sprachstörungen 


"Wer seine Sprache verliert, verliert seine Umgebung.  Wer seine Umgebung verliert, verliert sich selbst."     Dr. Luise Lutz (klinische Linguistin)


Neurologisch bedingte Sprachstörungen

In unserer Praxis werden sämtliche neurologische Störungen der Sprache und des Sprechens diagnostiziert und therapiert. Der Diagnostikprozess beginnt auch in diesem Bereich mit einer detaillierten Befunderhebung im Rahmen eines ausführlichen Anamnesegesprächs mit dem Patienten und ggf. seinen Angehörigen. Bringen sie vorhandene Arzt- / Krankenhausberichte über den Krankheitsverlauf mit. Diese helfen uns - zusätzlich zu unseren eigenen Diagnostikergebnissen - die Therapie so gut wie möglich Ihren Bedürfnissen anzupassen. 

 

Aphasie

Eine Aphasie ist eine erworbene Störung der Sprache nach abgeschlossenem Spracherwerb, aufgrund einer Schädigung des Gehirns (z.B. durch Schlaganfall, Hirnblutung, Unfall, Tumoren, entzündlichen Erkrankungen).

Eine Aphasie kann zum Teil erhebliche Beeinträchtigungen in den einzelnen sprachlichen Modalitäten

Sprechen, Verstehen, Schreiben (Dysgraphie) und Lesen (Dyslexie) verursachen.

 

Diagnostik 

Wir untersuchen die Sprachstörung mit

  • dem AAT - Aachener Aphasie Test (Poeck, Huber, Weniger, Wilmes)
  • der ACL - Aphasie Checkliste (Kalbe, Reinhold, Brand, Kessler)
  • diversen nicht standardisierte Screeningverfahren.

 

Therapie

Ihre Behandlung erfolgt nach symptomorientierten und sprachsystematischen Ansätzen:

  • Modalitätsorientierte Therapieansatz;  Integration verschiedener Therapieverfahren mit dem Ziel der multimodalen Aktivierung. Bei schweren und mittelschweren Aphasien.
  • MODAK (Modalitätenaktivierung) nach Dr. Luise Lutz
  • Linguistisch Modellorientierte Therapieansatz;  möglichst spezifisches Eingehen auf die funktionale Ursache der aphasischen Wortverarbeitungsstörung.
  • NAT – Konzept (Neurolinguistische Aphasie Therapie) nach Neubert et al.
  • Kommunikativ – pragmatisch orientierter Therapieansatz; Therapie konkreter und für den individuellen Alltag des Patienten relevanter Kommunikationsprobleme unter Einbeziehung kompensatorischer Strategien.
  • PACE (Davis und Wilkox)
  • Computergestützte Kommunikationshilfen bei schweren Aphasien /Sprechapraxien

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